Der Bundesjugendleiter stellt sich vor...
Liebe Jugend,
verehrte Internetbesucher,
liebe Schützinnen und Schützen,
verehrte Damen und Herren,
ich wurde am 06. September 2009 in Füssen (Bayern) als neuer Bundesjugendleiter mit 97,2 % der Stimmen gewählt. Da mich viele noch nicht kennen, möchte ich mich ganz kurz vorstellen.
Mein Name ist Josef Locher, ich lebe in Großaitingen im Landkreis Augsburg in Bayern, bin 54 Jahre alt und im öffentlichen Dienst beschäftigt. Meine Freizeit widme ich fast vollständig dem Schießsport, den ich seit nunmehr 40 Jahren ausübe. Im Ehrenamt bin ich seit 39 Jahren tätig. Mein erstes Ehrenamt war das Amt des Vereinsjugendsprechers. Bald darauf wurde ich zum Vereinssportleiter eines Vereins berufen, der heute ca. 450 Mitglieder hat und in dem jede Disziplin geschossen werden kann. Mein nächstes Amt habe ich dann auf Kreisebene übernommen (in Bayern firmieren die Kreise als Gaue), wo ich 15 Jahre als Gaujugendleiter tätig war. Anschließend durfte ich meine Ideen auch als Bezirksjugendleiter im Schützenbezirk Schwaben einbringen. Dann bin ich zum bayerischen Landesverband gewechselt und war dort 16 Jahre in der Landesjugendleitung der Bayerischen Schützenjugendtätig, drei Jahre als 3. Landesjugendleiter, drei Jahre als 2. Landesjugendleiter und zehn Jahre als 1. Landesjugendleiter. Nun bin ich seit September Bundesjugendleiter und möchte auch auf Bundesebene meine Erfahrungen, meinen Wissensschatz und meine Ideen für die Jugendarbeit mit einbringen.
Mein Hauptaugenmerk werde ich der Aus- und Weiterbildung von Übungsleitern, Jugendmitarbeitern und Jugendlichen schenken. Dieses Thema wird immer wichtiger, denn wir brauchen vermehrt gut ausgebildete Jugendmitarbeiter auf allen Ebenen, vom Verein bis hoch zum Bundesverband.
Wir müssen deshalb versuchen, alle Angebote und insbesondere den Bildungssektor zu optimieren. Die besten Pädagogen und Ausbilder sollten deshalb unsere Bildungsmaßnahmen ausarbeiten und begleiten. Zusätzlich möchte ich bei allen geplanten Maßnahmen im Vorfeld auch Schüler- und Jugendpsychologen einbinden.
Die Ausbildung des Pädagogen und die Ausbildung des Psychologen geben uns die höchstmögliche Sicherheit, ein in allen Facetten pädagogisch und psychologisch geprägtes Angebot erstellen zu können, um möglichst gut auszubilden.
Alle Bildungsmaßnahmen müssen aber auch so verständlich durchgeführt werden, dass jeder Interessierte daran teilnehmen kann. Wir wollen schließlich nicht nur Akademiker ansprechen. So vielschichtig unser Sport ist, so vielschichtig sollen die Adressaten unserer Maßnahmen sein. Keiner soll die Lust verlieren oder bereits im Vorfeld zurückschrecken, weil die Maßnahme zu hohe Anforderungen stellt. Ich werde die Jugendarbeit im Bundesverband danach ausrichten bzw. ausrichten lassen. Mein oberstes Ziel ist es, alle mit einzubinden, angefangen bei den Vereinen bis hin zu den Landesverbänden.
Es ist sicher ein ehrgeiziges und großes Ziel. Dies ist mir auch bewusst, aber ich habe Vertrauen in meine hervorragenden Mitstreiter, dass uns dies gelingen kann. Burkhard Schindler, der selbst Pädagoge ist und zuständig für Aus- und Weiterbildung sein wird, unterstützt mich ebenso wie mein Stellvertreter Erwin Singvogel, Joachim Pesch, Patrik Tetzlaff, die Jugendsprecher Jennifer Leidich, Stefan Morawietz, Karl-Wilhelm Meyer und unsere beiden Assistenten Markus Wagner und Christopher Rogoza. Ich konnte auch den Schüler- und Jugendpsychologen Herrn Dipl.-Psych. Thomas Staudinger für unsere Arbeit gewinnen. Sie alle sind meine Garanten, dass unsere Jugendarbeit mit neuen Ideen bereichert und auf neuen Wege vorwärts gehen wird.
Selbstverständlich werden wir natürlich auch den Breitensport im Schüler- und Jugendbereich fördern und deshalb das Lichtgewehr in unsere Arbeit mit einbeziehen.
Auch den Leistungssport vergessen wir nicht, hier werden wir die Bundessportleitung, den Sportdirektor und natürlich die Bundestrainer in ihrer Arbeit unterstützen.
Sehr wichtig ist für uns auch die Öffentlichkeitsarbeit in allen Bereichen, vom Internet bis hin zum sozialen Engagement, wo wir uns auch im Behindertenbereich einbringen wollen.
Achten werden wir aber auch auf die Tradition und die Werte der Schützen.
Ich habe nicht die Absicht, ein anonymer und im stillen Kämmerlein arbeitender Bundesjugendleiter zu sein. Ich möchte genau das Gegenteil, ich möchte für Euch ein jederzeit erreichbarer, hilfsbereiter, beratender, unterstützender und Ideen gebender Bundesjugendleiter sein. Ich möchte aber auch ein streitbarer, unbequemer und für die Interessen der Jugend eintretender Bundesjugendleiter auf allen Ebenen sein.
Meine Mannschaft und ich, können nur so gut sein, wie wir von Euch allen Unterstützung und Hilfe erfahren. Nur gemeinsam sind wir stark und können unseren schönen Schießsport wie unsere Jugendarbeit ausbauen und mit Neumitgliedern stärken.
Wir haben einen Wählerauftrag, wir wollen diesen mit aller Kraft erfüllen.
Helft uns dabei und wir werden gemeinschaftlich in eine schöne schießsportliche Zukunft gehen.
Euer Josef Locher
Bundesjugendleiter
